Wetzikon, Zürcher Oberland

Kieferschmerzen, CMD und Zähneknirschen

Der Zahnarzt hat eine Schiene verschrieben. Sie hilft ein bisschen. Aber das Knirschen hört nicht auf, der Kiefer knackt weiter, und morgens fühlt sich der Kopf an, als hätte man die halbe Nacht gekämpft.

Der Kiefer ist einer der empfindlichsten Orte im Körper für alles, was wir nicht loslassen können.

Warum ich nicht nur am Kiefer arbeite

Das Kiefergelenk hängt an der Schädelbasis, am Nacken, an der Zunge, am Atemmuster. Wer nur den Kiefer massiert, behandelt die lauteste Stelle, nicht die Ursache.

Ich arbeite craniosacral an den Strukturen, die den Kiefer halten, und gezielt manuell dort, wo Beweglichkeit fehlt.

Wie ich arbeite

Feine Berührung an Schädelbasis, Nacken und Kiefergelenk, die dem Nervensystem ermöglicht, die Daueranspannung zu erkennen und loszulassen. Dazu gezielte manuelle Arbeit an der Kaumuskulatur und den umliegenden Strukturen – ruhig, präzise, ohne Kraft.

Viele Menschen merken dabei zum ersten Mal, wie viel Spannung sie im Kiefer tragen – und dass diese Spannung eine Geschichte hat: Stress, Konzentration, Zusammenbeissen im Alltag.

Arbeit im Mund

Das Kiefergelenk, der harte Gaumen und die Muskulatur zwischen Wange und Zahnreihe sind von aussen nur begrenzt erreichbar. Deshalb arbeite ich bei Kieferbeschwerden häufig auch intraoral – also mit einem Finger im Mund, mit Handschuh.

Das ist Teil der craniosacralen Arbeit: Ich nehme über den Gaumen und das Kiefergelenk Kontakt zu Strukturen auf, die sonst nicht zugänglich sind, und folge dem, was das Gewebe zeigt. Es wird nicht gedrückt und nicht gegen einen Widerstand gearbeitet.

Manche Kieferbeschwerden brauchen zusätzlich gezieltere manuelle Arbeit an der Muskulatur. Das kann kurzzeitig unangenehm sein. Ich mache das nur, wenn Sie es wollen, und sage Ihnen vorher, was ich vorhabe. Diese Arbeit rechne ich als manuelle Körpertherapie ab, nicht als Craniosacral-Therapie.

Und selbstverständlich: Sie entscheiden. Wenn Ihnen Arbeit im Mund unangenehm ist, gibt es Wege drumherum.

Darüber hinaus

Zähneknirschen ist selten ein reines Zahn-Thema. Was mich interessiert: Wann beisst Ihr System zusammen – und was würde ihm helfen, das nicht mehr zu müssen? Das finden wir gemeinsam heraus.

Körpertherapie ergänzt die zahnärztliche und ärztliche Behandlung. Bei akuten Kiefergelenkschmerzen oder unklaren Beschwerden empfehle ich eine zahnärztliche Abklärung.

Häufige Fragen

Was ist CMD?

CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion – ein Sammelbegriff für Beschwerden im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Schädel. Typisch sind Knirschen, Knacken, Verspannungen, Kopfschmerzen oder Ohrgeräusche.

Arbeiten Sie auch im Mund?

Wenn es sinnvoll ist und Sie einverstanden sind, ja – mit Handschuh und nach vorheriger Absprache. Manche Strukturen wie der harte Gaumen oder das Kiefergelenk sind nur von innen gut erreichbar. Sie entscheiden; es gibt auch Wege drumherum.

Ersetzt das die Schiene vom Zahnarzt?

Nein – die Körpertherapie ergänzt die zahnärztliche Behandlung. Die Schiene schützt die Zähne; ich arbeite an den Spannungsmustern, die das Knirschen mitverursachen.

Werden die Behandlungen von der Krankenkasse übernommen?

Die Craniosacral-Therapie ist als EMR-anerkannte Methode bei den meisten Zusatzversicherungen anerkannt. Bitte prüfen Sie Ihre individuelle Police.

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